Entstehung und Gründung

 

Die Entstehung und Gründung der Christus-Kirchengemeinde Schulau ist eng mit der Entwicklung der Stadt Wedel nach 1945 verbunden. Heimatvertriebene aus dem Osten Deutschlands finden im Wedeler Stadtteil Schulau ein neues Zuhause, die Einwohnerzahl wächst rasant. Für die Menschen in diesem Ortsteil wird in Schulau das Gemeindehaus an der Feldstraße gebaut. Am 29. September 1957 feiert die Gemeinde den ersten Gottesdienst an diesem neuen Ort. In Wedel gibt es nun zwei Predigtstätten: Das Gemeindehaus in Schulau und die Kirche in Wedel. Auf Grund der steigenden Mitgliederzahl wird die Teilung der Gemeinde für 1965  beschlossen. Mit Urkunde des Landeskirchenamtes vom 29. April 1965 wird die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Schulau durch Abtrennung von der Kirchengemeinde Wedel zur selbständigen Kirchengemeinde erhoben. Im Gemeindesaal in Schulau feiert die Kirchengemeinde Schulau  Gottesdienste und Taufen - Konfirmationen und Trauungen noch in  der Kirche in Wedel. Es entwickelt sich ein engagiertes, intensives Gemeindeleben mit fünf Pfarrstellen, Organist und Kantor, Gemeindehelferin, Diakon, Kindergarten, Schwesternstation, Mitarbeiter im Gemeindebüro.
Durch Grundstückszukäufe zwischen Tinsdaler Weg und Feldstraße hinter dem Gemeindehaus ist es möglich, den seit langem geplanten Bau einer neuen Kirche zu realisieren. 1971 wird die Kirche mit dem integrierten Gemeindezentrum nach den Plänen des Architekten Asmus Werner fertiggestellt und an Trinitatis am 06. Juni 1971 geweiht. Die Gemeinde entscheidet sich für den Namen Christuskirche, die Gemeinde heißt jetzt Christus-Kirchengemeinde Schulau.
Das Gemeindegebiet grenzt im Osten direkt an das Hamburger Stadtgebiet, im Süden bildet die Elbe die natürliche Grenze. Im Norden und Westen stellt die Wedeler Au überwiegend eine weitere natürliche Grenze da.
In Schulau wohnen Menschen verschiedener Nationalitäten und unterschiedlicher Herkunft. Im Gemeindegebiet liegen kleine und größere Industrie-, Handwerks- und Handelsbetriebe, die Fachhochschule Wedel, eine Grund- und eine Gemeinschaftsschule, drei Seniorenwohnanlagen.
Von der Wedeler Bevölkerung gehören ca. 25% der Evangelisch-Lutherischen Kirche an. Die Christus-Kirchengemeinde Schulau hat 3.800 Mitglieder (Stand 2025).
 
 
Kooperationsraum
 
Die Kirchengemeinden Rissen - Schulau - Wedel/Holm bilden 2025  einen Kooperationsraum und arbeiten zusammen. Diese Zusammenarbeit haben wir am Pfingstmontag 2025 mit einem Gottesdienst an der Elbe gefeiert.
 
 
 
 
 

Im September 2025 haben die drei Kirchengemeinderäte aus Rissen, Schulau, Wedel und Holm ihren 2. Klausurabend abgehalten – mit neuem Moderator aus dem Kirchenkreis: Dino Steinbrink. Eine Steuerungsgruppe wurde gegründet, die sich nun nahezu monatlich trifft. Es galt dabei auch wahrzunehmen, wie die drei Kirchengemeinden übers Jahr Kontakt zueinander aufgenommen hatten.

Die Öffentlichkeitsarbeitsausschüsse hatten einmal gemeinsam getagt und wichtige Fragen formuliert, die demnächst geklärt werden sollen, damit möglichst bald eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit in der Region entsteht. Der 5. Digitale Adventskalender – vorbereitet von Schulau – hat die Gemeinden beispielhaft miteinander vernetzt.

Die Vorsitzenden der drei Gemeinden haben begonnen, sich regelmäßig zu treffen. Es gab nach dem Sommer in Rissen allerdings einen Wechsel. Durch den Rückzug von Pastorin Friederike Harbordt aus der Kirchengemeinde und Wechsel in den Kirchenkreis als Vertretungspastorin sind nun vorerst nur 6 offizielle pastorale Kräfte in der Region, aber die Rissener Stelle soll baldmöglichst neu aus-geschrieben werden. Die Entscheidung trifft der Rissener Kirchengemeinderat, die beiden anderen Gemeinden werden angehört.

Die Jugendmitarbeiterinnen haben eine gemeinsame Sommerfreizeit in Dänemark angeboten und planen eine Fortsetzung im Jahr 2026 mit einer gemeinsamen Teamer*innen- Freizeit und -Ausbildung. An einem Konfer-Modell für die Zukunft wird ebenfalls weiterüberlegt, Schulau und Wedel gehen da schon 2026 erstmals gemeinsam neue Wege. Auch im Blick auf die Gottesdienste wurde über Weihnachten und den Sonntag zwischen den Jahren schon einmal aus- probiert, was es bedeutet, wenn nur in einer oder zwei Kirchen sonn- oder feiertags der Gottesdienst in der Region stattfindet. In den Sommerferien soll das ähnlich praktiziert werden, allerdings immer jeweils an zwei Orten der Region. Darüber hinaus wird es einige Gottesdienste geben, die bewusst gemeinsam gestaltet werden, damit die Gemeinden sich gegenseitig kennenlernen – entweder an einem Ort für alle oder auch am „anderen“ Ort mit Vorbereitenden aus allen Gemeinden, z.B. ein Tauffest und ein Pfingstmontagsgottesdienst in Rissen jeweils open air, ein Taizé-Gottesdienst in Holm, ein Segnungsgottesdienst für Ehrenamtliche und der ökumenische Hafengottesdienst in Schulau und manches mehr. Auch die Bauausschüsse haben sich mehrfach getroffen und daneben eine ganz neue Gruppe: MonKi. MonKi – das bedeutet „Modellregion nachhaltiger Kirchengemeinden“. Dazu wurden wir im letzten Jahr vom Kirchenkreis HH-West/Südholstein als Kirchenregion ausgewählt, um im Rahmen des Klimaschutzprogramms der Nordkirche vier Themen zu betrachten: Gebäude, Beschaffung, Mobilität und Bildung. Hauptfragestellung: Welche Perspektiven könnten in der Region entstehen, um den CO²-Ausstoß deutlich zu verringern? Die Synode der Nordkirche hat beschlossen, bis zum Jahr 2035 treibhausgasneutral zuwerden. Alle Gemeinden müssen sichalso damit auseinander setzen, unsere Kirchenregion bekommt allerdings eine Fördersumme von etwa 110.000 €, um Dinge modellhaft für andere auszu-probieren. Eventuell benötigen wir für die vier Themenbereiche noch weitere ehrenamtlich Mitstreitende mit Sach- und Fachverstand oderaber einer hohen Motivation, sich in die Themen einzuarbeiten. Sprechen Sie uns gerne an! Zur 3. KGR-Tagung der Kirchenregion im September 2026 ist geplant, für ein Wochenende miteinander wegzufahren, um wichtige Dinge in Ruhe miteinander besprechen und dann möglichst auch schon für die nähere oder spätere Zukunft entscheiden zu können – in allen drei Gemeinden.

Sie merken, es ist schon einiges in Bewegung gekommen… ohne dass es die Abläufe der kirchengemeindlichen Alltagsabläufe stört oder durcheinanderbringt. Allen, die schon jetzt mitarbeiten und mitdenken, bringt es (überwiegend) Spaß, die Zukunft gemeinsam zu bedenken und anzugehen. Wir hoffen, Ihnen und Euch früher oder später auch!

Herzliche Grüße, Pastorin Susanne Huchzermeier-Bock - KG Wedel und Pastor Udo Zingelmann KG Schulau, Januar 2026

 
 
 
 
 

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